PROGRAMM 02/2019

Inhalte des Lehrgangs Projektmanagement

Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Beschreibung der Einzelmodule des Lehrgangs Projektmanagement Immobilienprojektentwicklung (E), Projektsteuerung (P) und Wertschöpfung (W) sowie des Abschlusstages.

  

Modul E: Immobilien- und Projektentwicklung

Neben dem vordergründigen wirtschaftlichen Erfolg von Immobilieninvestitionen treten über ganzheitliche Methoden der Projektentwicklung zusätzliche Investitionsziele wie Marktattraktivität, Kapitalwachstum, Nutzungsflexibilität, Ökologie und nachhaltige Ökonomie in den Vordergrund der Interessen. Entscheidend ist, dass die unbedingt erforderliche Interaktion zwischen Investoren, Nutzern, Planern und Baufirmen möglichst früh beginnt. In der 3-tägigen Veranstaltung sollen die wesentlichen Themen, Arbeitsfelder und Methoden der Projektentwicklung vermittelt werden:

Aus dem Inhalt:

  • Entwicklungsstrategien  Standort - Kapital - Idee
  • Lebenszyklen von Immobilien
  • Rechtsgrundlagen: Planungs- und Bauordnungsrecht, privates Baurecht
  • Ökonomie und Kreditwesen: Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und Finanzierung
  • Investition, Kapitalbeschaffung, Immobilienfonds
  • Projektorganisation, Werkzeuge und Methoden
  • Marketing
               


Modul P:  Projektsteuerung

Im Allgemeinen wird der Begriff der „Projektsteuerung“ für Funktionen des Auftraggebers verwendet. Zumeist werden dann die drei Kernsäulen Kosten, Termine und Qualität genannt. Projektsteuerung bedeutet aber mehr. In diesem Seminar sollen auch Themen wie „Organisation des Projekts“ oder „Teambildung und -leitung“ behandelt werden.
 Projektsteuerung bedeutet aber mehr. Die Seminarteilnehmer sollen befähigt werden, nicht nur Projekte zu steuern, sondern dem Auftraggeber bzw. Bauherrn eine umfassende Dienstleistung zu bieten, die eine erfolgreiche Projektabwicklung garantiert.
Die 3-tägige Lehrveranstaltung beinhaltet in Übungen und Fallbeispielen technische, betriebswirtschaftliche und juristische Themen, die für die Projektsteuerung relevant sind. Der Fokus wird auf den drei Themenblöcken Kosten, Termine und Qualität liegen. Daneben werden aber auch „soft skills“ vermittelt, die eine Projektarbeit erfolgreich machen.

Aus dem Inhalt:

  • Werkvertragsrecht, Privates Bau-, Vertrags- und Honorarrecht
  • Ausschreibung und Vergaberecht
  • Nachtrags-, Vertrags-, Vertragsstrafenmanagement
  • Terminsteuerung, Qualitätsmanagement, Protokollführung
  • Planungs- und Datenmanagement
  • Budgetsteuerung, Mittelabflussplanung, Controlling
  • Objektüberwachung und Bauleitung
  • Unternehmens- und Projektstrukturen: GU, TU, GÜ, TÜ, ARGE
  • PPP, Generalplanung, Constructionmanagement
  • Teambildung und -führung, Moderation

 


Modul W: Wertschöpfung und Immobilienrendite, Finanzierung und Beleihung

Die monetäre Bewertung von Bestandsimmobilien ist auch für Planer ein hochinteressantes Feld, denn hier geht es um das Zusammenspiel von Bestandserfassung und Entwicklungspotenzial. Welcher Wert tatsächlich in einer Altimmobilie verborgen ist,  kann nur der herausfinden, der die investitionsrechnerischen, baulich-konstruktiven Grundlagen mit konzeptionellen und gestalterischen Ideen verknüpfen kann.
Wertermittlung ist also (auch) Projektentwicklung. In diesem 3-tägigen Modul geht es weniger um die Verkehrswertermittlung mittels der Vergleichs-, Sach- und Ertragswertverfahren aus der Wertermittlungsverordnung, sondern um alternative, nicht normierte Verfahren zur Abschätzung der Wertschöpfungs- und Renditepotentiale einer Immobilie, die den Investor mit möglichst hoher Genauigkeit über Chancen und Risiken informieren. In einem abschließenden Block wird Wertschöpfung aus Bankensicht und das Thema Beleihungswert eingehend dargestellt.

Aus dem Inhalt:

  • Alternative, nicht normierte Wertermittlungsverfahren
  • Investitionsrechnung und Renditebetrachtung
  • Risikoanalyse und Immobilienrating, Beleihungswertermittlung
  • Spannungsfeld Investitionskosten - Marktwert und Beleihungswert
  • Einfluss von Markt- und Beleihungswert auf die Kreditstruktur
  • Verwendung von Sicherheiten und anderen Werten im Kreditprozess

 

Abschlusstag

Neben den drei Einzelmodulen ist auch ein Kolloquium Bestandteil des Lehrgangs Projektmanagement. Dieses findet am Abschlusstag statt, an dem die Teilnehmer ihre lehrgangsbegleitend verfassten Projektentwicklungsberichte einem Fachpublikum (in der Regel den anderen Lehrgangsteilnehmern, einem der Dozenten und der Kursleitung) vorstellen.
 

Lehrgang Projektmanagement

Der Lehrgang wurde als Teil eines dreiteiligen Modellprojektes entwickelt, das in einem dynamischen Markt die Vermittlung der erforderlichen Schlüsselqualifikationen zum Ausbau und zur Ergänzung des Angebotsportfolios von Architekten und Ingenieuren zum Ziel hat. Bereits 2003 wurde der erste Lehrgang unter dem Namen "Fachplanung Energie und Bau" realisiert, kurz darauf entstand der Kurs "Fachplanung Umwelt und Gesundheitsschutz im Hochbau". Mit dem Lehrgang "Projektmanagement" folgte der dritte Baustein der Weiterbildungsoffensive der Architektenkammer Niedersachsen.

In allen drei Lehrgängen wurden besondere Qualitätsanforderungen umgesetzt:

  • ein hochqualifiziertes Dozententeam
  • eigens erstellte Lehrgangsunterlagen
  • Vertiefung der Kursinhalte durch praxisnahe Übungsaufgaben
  • Unterstützung der Präsenzphasen durch eine Lernplattform

 

Die Entwicklung und Erstellung dieses Angebotes erfolgte in enger Kooperation mit den beteiligten Fachreferenten. Die wissenschaftliche Begleitung samt Dokumentation wurde wie bereits in den beiden anderen Lehrgangsprojekten der Architektenkammer Niedersachsen durch die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der Leibniz Universität Hannover vorgenommen. 

Kontakt

Architektenkammer Niedersachsen
Referentin
Susanne de Vries
Tel. 0511 28096-60
susanne.devries(at)aknds.de

Sekretariat
Gülseren Isler
Tel. 0511 28096-61
Fax: 0511 28096-69
fortbildung(at)aknds.de

Anmeldung

Der Lehrgang ist entweder als Gesamtpaket oder in Einzelmodulen buchbar. 
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